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Die Veranstaltungen im 1. Halbjahr 2017

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Lyrik-Abend Else Lasker-Schüler und Nelly Sachs

Dienstag, 28. März 2017, 18 Uhr
Literaturhaus, Kasinostr. 3, Darmstadt, Osteingang II. Stock, Seminarraum (bitte klingeln bei: Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit!)
34. Bibliotheksgespräch in der Alexander-Haas-Bibliothek
Lyrik-Abend : Else Lasker-Schüler und Nelly Sachs
Vorbereitung: Bettina Gieseler, Darmstadt
Else Lasker-Schüler (1869 - 1945) und Nelly Sachs (1891 - 1970) wurden wegen ihres Judentums von den Nationalsozialisten verfolgt. Beide konnten fliehen; das Exil prägte ihre jeweiligen Lebensbedingungen und ihr dichterisches Schaffen. Als geistig unabhängige, individuell sehr verschiedenartige Persönlichkeiten setzten sie sich in unterschiedlicher Weise in ihrem lyrischen Werk mit den Möglichkeiten der Sprache angesichts des Grauens der Shoah und des Krieges auseinander. Ihr poetisches Vermächtnis bleibt, auch wegen ihres Einflusses auf die Literatur der Moderne, bis heute aktuell. Wie eindrucksvoll das Zutrauen beider Dichterinnen in die Kraft der Worte nachwirkt, soll anhand ausgewählter Gedichte im Gespräch erörtert werden.
Veranstalter: Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit / Alexander-Haas-Bibliothek

Konzert der Kinder- und Jugend-Aliyah

Donnerstag, 30. März 2017, 19.00 Uhr
St. Ludwigskirche, Wilhelminenplatz 9, 64283 Darmstadt
Konzert der Kinder- und Jugend-Aliyah e.V.
Jugend-Kammerensemble aus Israel,
Leitung: Dr. Lev Arstein
Eintritt frei, Spenden erbeten

Teil 3: Deutschsprachige jüdische Dichtung

Donnerstag, 6. April 2017, 19.00 Uhr
Literaturhaus, Kasinostr. 3 , Darmstadt, Vortragssaal
„Mit leichtem Gepäck“
Hilde Domin (1909 – 2006)

Einführung: Karl-Heinz Müller, Elisabeth-Langgässer-Gesellschaft
Lesung: Schauspieler Horst Schäfer, Darmstadt
Eintritt: frei, um Spende wird gebeten

Jahresmitgliederversammlung der GCJZ

Montag, 24. April 2017, 19.00 Uhr
Breuer-Saal, Jüdische Gemeinde, Wilhelm-Glässing-Str. 26

Öffentliche Mitgliederversammlung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit

Zum Auftakt wird Dr. Fritz Kilthaut, Vorsitzender des Arbeitskreises Zwingenberger Synagoge, über die beiden ehemaligen Zwingenberger Synagogen sprechen, von denen eine noch heute besteht und deren Gebäude der AK einer Nutzung zuzuführen bestrebt ist, die an die frühere jüdische Gemeinde Zwingenbergs erinnert.

Luthers Juden - und wie die Kirche heute dazu steht

Mittwoch (!), 26. April 2017, 18.00 Uhr
35. Bibliotheksgespräch in der Alexander-Haas-Bibliothek
Literaturhaus, Kasinostr. 3, Darmstadt, Osteingang II. Stock, Seminarraum (bitte klingeln bei: Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit!)
Luthers Juden – und wie die Kirche heute denkt
Referent: Dr. Lothar Triebel, Darmstadt
Der renommierte Göttinger Reformationshistoriker Prof. Dr. Thomas Kaufmann hat 2014 das Buch „Luthers Juden“ veröffentlicht. Darin zeigt Kaufmann, dass „Luthers Juden“ ein „Konglomerat diffuser Ängste, kalkulierter publizistischer Aktivitäten … der Phantasie“, d.h.: „ein Phantom“ sind.
Dr. Lothar Triebel, Pfarrer und promovierter Judaist, Referent für die Synode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, wird dieses Buch vorstellen und heutige kirchliche Positionen zu Luthers Antijudaismus skizzieren. Die Kirchen in Deutschland, die in der Tradition der Reformation stehen, haben sich seit der Schoah eines Besseren besonnen – wozu auch der lebendige Kontakt zu jüdischen Menschen gehört. In zwei großen Stellungnahmen haben die Synode der Ev. Kirche in Hessen und Nassau (2014) und die Synode der Ev. Kirche in Deutschland (2015) sich klar von Luthers antijüdischer Haltung distanziert.
Veranstalter: Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit und Alexander-Haas-Bibliothek

Gott, Welt und Kunst - Arnold Mendelssohn

Sonntag, 7. Mai 2017, 19.00 Uhr
Literaturhaus, Vortragssaal, Kasinostr. 3, 64293 Darmstadt
„GOTT, WELT UND KUNST“
Aufzeichnungen und Musik des Darmstädter Komponisten Arnold Mendelssohn (1855 – 1933)
„Gott, Welt und Kunst“ lautete der Titel eines 1949 erschienenen Bandes mit 1912 in Darmstadt begonnenen Aufzeichnungen Arnold Mendelssohns (Urenkel Moses Mendelssohns und Neffe zweiten Grades Felix Mendelssohn-Bartholdys), die er bis zu seinem Tode 1933 führte. Die Veranstaltung will mit Lesung aus diesem Band und weiteren Informationen zu Leben und Werk an die verschiedenen Facetten der Begabungen Mendelssohns auf den Gebieten der Literatur, Musik, Theologie und Philosophie erinnern.
Seit 1891 lebte Mendelssohn in Darmstadt, arbeitete als Musiklehrer am Ludwig-Georgs-Gymnasium und war zugleich Hessen-Darmstädtischer Kirchenmusikmeister, dirigierte den Kirchengesangverein an der Stadtkirche, in Frankfurt a. M. war er Dozent eines Konservatoriums, an dem Paul-Hindemith sein Schüler war. 1923 war er – zusammen mit dem Schriftsteller Adam Karrillon – der erste Träger des Georg-Büchner-Preises. 1930 wurde er zum Ehrenbürger Darmstadts ernannt. Sein Grab befindet sich auf dem Bessunger Friedhof.
Eine Veranstaltung zum hessenweiten „Tag für die Literatur“, der alle zwei Jahre von hr2-kultur gemeinsam mit dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst und dem Hessischen Literaturrat organisiert wird und der 2017 zum 6. Mal stattfindet. In diesem Jahr steht er unter dem Motto „Literatur und Musik“. Aus diesem Anlass wollen Elisabeth-Langgässer-Gesellschaft und Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in einer gemeinsamen Veranstaltung an Arnold Mendelssohn erinnern.
Eintritt frei; Spenden willkommen.
Veranstalter: Elisabeth-Langgässer-Gesellschaft. Gesellschaft zur Pflege und Verbreitung deutschsprachiger Dichtung e.V. und Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit

Film: Wir sind Juden aus Breslau

Wir sind Juden aus Breslau
In Darmstadt im Programmkino Rex
am 8.5.17 um 20 Uhr

In Anwesenheit des Regisseurs Dirk Szuszies

Überlebende Jugendliche und ihre Schicksale nach 1933
Kinodokumentarfilm von Karin Kaper und Dirk Szuszies
www.judenausbreslaufilm.de
Ein Film von aktueller Brisanz, der ein eindringliches Zeichen setzt gegen stärker werdende nationalistische und antisemitische Strömungen in Europa. Ein Film, der aufzeigt, wohin eine katastrophale Abschottungspolitik gegenüber Flüchtlingen führt. Ein Film, der anhand der Lebensschicksale der Protagonisten auch die Gründung des Staates Israel mit den Erfahrungen des Holocaust in Verbindung setzt.

Produktion und Verleih: Karin Kaper Film
Protagonisten: Esther Adler, Gerda Bikales, Anita Lasker-Wallfisch, Renate Lasker-Harpprecht, Walter Laqueur, Fritz Stern, Guenter Lewy, David Toren, Abraham Ascher, Wolfgang Nossen, Eli Heyman, Mordechai Rotenberg, Max Rosenberg,
Pinchas Rosenberg
sowie eine deutsch-polnische Jugendgruppe aus Bremen und Wrocław
Musik: Bente Kahan, Simon Wallfisch, Patrick Grant, Carlo Altomare

Projektkoordination: Maria Luft
Wissenschaftliche Beratung: Katharina Friedla

In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Polen Institut und
der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Darmstadt e.V.

WIZO-Basar in der Jüdischen Gemeinde

Sonntag, 14. Mai, 11.00 bis 18.00 Uhr
Jüdische Gemeinde, Wilhelm-Glässing-Str. 26, 64283 Darmstadt
WIZO-Basar

36. Bibliotheksgespräch: Edmund de Waal

Dienstag, 16. Mai 2017, 18.00 Uhr
Literaturhaus, Kasinostr. 3, Osteingang, II. Stock, Seminarraum (bitte klingeln bei: Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit!)
36. Bibliotheksgespräch in der Alexander-Haas-Bibliothek
Edmund de Waals neues Buch „Die weiße Straße“ – eine Reise an die Ursprünge seiner Kunst, der Kunst des Porzellans
Vorbereitung: Elisabeth Krimmel, Darmstadt
Nach der Heimholung des „Hasen mit den Bernsteinaugen“ ist ein zweites Buch des Bestsellerautors Edmund de Waal erschienen. In „Die weiße Straße“ folgt der Nachkomme einer ehemals berühmten jüdischen Wiener Bankiersfamilie den „Spuren seiner Leidenschaft“: dem Porzellan.
De Waal nimmt den Leser an die Hand und reist mit ihm an die Ursprünge einer Kunst, die er selber beherrscht. Der Weg führt auf Umwegen und Abschweifungen in das chinesische Jingdezhen, jenem „sagenhaften Ur, wo alles beginnt“, ferner nach Dresden, Versailles, Amerika und zurück ins heimatliche England.
De Waal ist selber ein hervorragender Töpfer. Er erzählt wie er als Kind mit Ton und Glasur umging und später in Japan lernte, Porzellanerde zu formen. Was ihn bis heute am Porzellan fesselt und an der weißen Glasur beunruhigt, ist die Anfälligkeit des Materials und die Obsession, es zu gestalten. Dabei erforscht er die komplizierte Geschichte des Porzellans und sucht nach der Symbolik der Farbe Weiß. Edmund de Waal sammelt fremde und eigene Scherben und inszeniert sie zuhause. Ganz ähnlich fließen im Erzählstil von „Die weiße Straße“ private und historische Erinnerungen zu einer spannenden Geschichte zusammen.
Veranstalter: Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit und Alexander-Haas-Bibliothek

Kaschrut - die jüdischen Speisegesetze

Montag, 22. Mai, 19.00 Uhr
Jüdische Gemeinde, Wilhelm-Glässing-Str. 26, 64283 Darmstadt
Kaschrut – die Bedeutung und Einhaltung der jüdischen Speisegesetze
Rabbiner Shaul Friberg, Heidelberg
Shaul Friberg 1999 zum Rabbiner ordiniert war in München und Palma de Mallorca tätig, jetzt ist er Rabbiner der Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg
Für Außenstehende wie auch für viele Juden selbst sind die Speisevorschriften ein besonderes Kennzeichen des Judentums. Das jiddische Wort „koscher“ ist in der Alltagssprache geläufig, ohne dass viele damit Genaueres verbinden können. Im Hebräischen „kascher“ bedeutet es so viel wie „erlaubt, tauglich, geeignet“. Dabei geht es zunächst um Speisen, die nach jüdisch-religiösen Maßstäben zum Verzehr erlaubt sind, bis hin zu ihrer Herstellung (z.B. „koscherer Wein“). Was lehrt die Thora über die „rituelle Eignung“? Was ist der tiefere Sinn der Speisegesetze? Wie kann man sie heutzutage einhalten? Welche Probleme stellen sich im Alltag?
Eintritt frei
Veranstalter: Jüdische Gemeinde und Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit

Antisemitismus in der TH Darmstadt 1918-1945

Dienstag, 30. Mai, 19.30 Uhr
Das Offene Haus. Evangelisches Forum, Rheinstr. 31, 64283 Darmstadt
Antisemitismus an der TH-Darmstadt von 1918 bis 1945
Referentin: Dr. Melanie Hanel, TU Darmstadt
Der Vortrag zeichnet die Politisierung der TH Darmstadt in der Weimarer Republik nach, die sich insbesondere an den Wahlen zu den Studentenversammlungen zeigt, bei denen zunehmend radikal völkische und antisemitische Gruppen dominierten. Mit dem „Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“ schufen dann die Nationalsozialisten im Frühjahr 1933 ein Instrument, um jüdische und politisch missliebige Wissenschaftler aus den Hochschulen zu entfernen. Der Vortrag geht den Fragen nach, wie viele Wissenschaftler an der TH Darmstadt betroffen waren, wie die Angehörigen der Hochschule auf die Entlassungen ihrer Kollegen und Dozenten reagierten und welche Handlungsspielräume die TH Darmstadt hatte, um die Vertreibungen zu verhindern. Ebenfalls thematisiert wird die Situation der jüdischen Studierenden an der TH Darmstadt.
Die Referentin hat 2014 ihre Dissertation unter dem Titel „Normalität unter Ausnahmebedingungen. Die TH Darmstadt im Nationalsozialismus“ veröffentlicht. Sie ist seit 2015 persönliche Referentin des Vizepräsidenten der TU Darmstadt.
Veranstalter: Evangelische Erwachsenenbildung und Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit

350 Jahre Jüdisches Leben in Darmstadt - Haus des Lebens, der jüdische Friedhof

Sonntag, 18. Juni, 11.00 – 13.00 Uhr
Treffpunkt: Platz vor der Trauerhalle des jüdischen Friedhofs
350 Jahre jüdisches Leben in Darmstadt
Beit HaChajim – Haus des ewigen Lebens: Der jüdische Friedhof in Darmstadt

Führung: Udo Steinbeck, Darmstadt
Der Jüdische Friedhof in Darmstadt spiegelt die wechselhaften Zeitläufte wider. Welche Rolle war den Juden in Darmstadt, lange ohne Bürgerrechte versehen, zugedacht? Wie haben sie sich selbst gesehen? Gab es eine wirkliche Emanzipation oder nur ein wenig Toleranz bevor es zu Vertreibung und Vernichtung kam? Neubeginn und Gegenwart, alles Themen die bei einem Besuch erörtert werden. Natürlich werden die Beerdigungskultur behandelt und die verschiedenen Symbole auf den Grabsteinen erklärt. Ein erinnernder Besuch am Grab von Moritz Neumann, auf dem wenige Tage zuvor ein Jahr nach seinem Tod ein Denkmal gesetzt worden ist, ist selbstverständlich.
Anmeldung bis 15.06.17 bei Godehard Lehwark (Tel. 06151 – 59 18 17; cg.lehwark (at) t-online (dot) de)

Konzert Jugendorchester Haifa

Samstag, 19. August 2017
Pauluskirche, Niebergallweg 20, 64285 Darmstadt
Konzert des Jugendorchesters von Haifa
Leitung: Albert Ballan von christlich- und muslimisch-arabischen sowie jüdischen Jugendlichen

Kulturfest im Literaturhaus Darnstadt

Freitag, 8. September 2017
Literaturhaus, Kasinostr. 3, 64293 Darmstadt
Kulturfest im Literaturhaus
Das Literaturhaus und die dort angesiedelten zwanzig Kulturvereine stellen sich vor und bieten ein vielfältiges Programm: Literatur, Musik, Fotografie, Geschichte und Kunst

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