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Die Veranstaltungen im Herbst 2018

Hier finden Sie ausführlich sämtliche geplanten Veranstaltungen unserer Gesellschaft und einige unserer Kopoerationspartner für das 2. Halbjahr 2018. Download ... (2,45 MB)

Jüdisches Lehrhaus 2 / 2018

Jeweils: 19.00 Uhr, Jüdische Gemeinde, Wilhelm-Glässing-Str. 26, 64283 Darmstadt
Jüdisches Lehrhaus Darmstadt / 2. Halbjahr 2018
„Sefer Sch’mot – das 2. Buch Mose“
Mo 13.08.: Ägypten und der Weg in die Sklaverei
Mo 27.08.: Moses und der Aufstieg eines neuen Propheten
Mo 08.10.: Knechtschaft, Plagen und der Auszug aus Ägypten
Mo 22.10.: Die Tücken der Freiheit
Mo 12.11.: Gottes Offenbarung am Berg Sinai
Mo 26.11.: Das Goldene Kalb und das Dilemma eines abstrakten Gottes
Mo 10.12.: Das Stiftszelt und Gottes Gegenwart
Referent: Rabbiner Jehoschua Ahrens, Darmstadt
Freier Eintritt; jeder / jede ist herzlich willkommen.
Veranstalter: Jüdische Gemeinde

Jüdische Kulturwochen

Jüdische Kulturwochen 2018
Aus Anlass des 30-jährigen Bestehens der Synagoge veranstaltet die Jüdische Gemeinde in Kooperation mit der Stadt Darmstadt zum ersten Mal „Jüdische Kulturwochen“ mit Ausstellungen, Konzerten, Lesungen, Führungen und vielem mehr. Die 13 Veranstaltungen finden an 8 verschiedenen Orten statt.

Eröffnungsveranstaltung: Mittwoch, 15. August 2018, 19.00 Uhr
Justus-Liebig-Haus, Große Bachgasse 2, 64283 Darmstadt
Ausstellung „Jüdisches Leben heute“ mit Fotos des Fotografen Rafael Herlich
Dauer der Ausstellung bis 28. August

Das vollständige Programm der Jüdischen Kulturwochen mit allen Veranstaltungen liegt gedruckt an den bekannten Infostellen aus. Im Internet ist es unter www.juedische-kulturwochen-darmstadt.de abrufbar.

Religiöse Naturschutzwoche

Sonntag, 2. September 2018, 17.00 – 19.00 Uhr
Jüdische Gemeinde Darmstadt, Wilhelm-Glässing-Str. 26 , 64283 Darmstadt
Eröffnungsveranstaltung der diesjährigen Darmstädter „Religiösen Naturschutzwoche“ zum Thema „Fasten – Konsum – Umweltschutz“
Veranstalter: Abrahamisches Forum Darmstadt und Jüdische Gemeinde

Montag, 3. September 2018, 17.00 Uhr
Wasser – Spiritualität, Technologie, Nachhaltigkeit
Jüdische Gemeinde Darmstadt, Wilhelm-Glässing-Str. 26, 64283 Darmstadt
Weitere Termine unter: https://abrahamisches-forum.de/termine/

Ausstellung: Kinder im KZ Theresienstadt

Montag, 10. September 2018, 12.30 Uhr (Ausstellungseröffnung) Edith -Stein-Schule, Seekatzstraße 18–22, 64285 Darmstadt
Ausstellung: Kinder im KZ Theresienstadt
Zeichnungen, Gedichte, Texte
Die Wanderausstellung des Studienkreises „Deutscher Widerstand 1933-1945“ erinnert auf 15 Tafeln an das Schicksal der etwa 11.000 nach Theresienstadt deportierten Kinder, von denen die meisten in Auschwitz ermordet worden sind. Im Mittelpunkt stehen in Theresienstadt angefertigte Kinderzeichnungen, Gedichte und Aussagen von Kindern über ihr Leben im KZ sowie Texte von Überlebenden.
Dauer der Ausstellung: 10.9.-28.9.2018, Mo. – Fr. 8-19 Uhr
Veranstalter: Edith-Stein-Schule und Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit

Viktor Klemperers Tagebücher

Donnerstag, 20. September 2018, 19.00 Uhr
Literaturhaus Vortragssaal, Kasinostr. 3, 64293 Darmstadt
„Jetzt ist das Grauen immer in mir“.
Victor Klemperers Tagebücher 1933 – 1945
Victor Klemperers heimlich geschriebenen Tagebücher waren Teil seiner Überlebensstrategie und gehören zu den bleibenden Zeugnissen deutscher Geschichte und Kultur.
Referent: Karlheinz Müller, Griesheim; Lesung: Horst Schäfer, Schauspieler.
Eintritt frei, um eine Spende wird gebeten
Veranstalter: Elisabeth-Langgässer-Gesellschaft und Gesellschaft zur Pflege und Verbreitung deutschsprachiger jüdischer Dichtung e. V. und GCJZ

Brundibar - Kinderoper aus Theresienstadt

Dienstag, 25. September 2018, 19.30 Uhr (Einlass: 19.00 Uhr)
Orangerie, Bessunger Str. 44, 64285 Darmstadt
Donnerstag, 27. September 2018, 19.30 Uhr (Einlass: 19.00 Uhr)
Jüdische Gemeinde, Wilhelm-Glässing-Str. 26, 64283 Darmstadt
„Brundibár“ - Kinderoper aus Theresienstadt
Im Mittelpunkt der Oper stehen die Geschwister Pepíček und Aninka, die zu arm sind, um ihrer kranken Mutter und für sich selbst Milch zu kaufen. Den bösen Leierkastenmann Brundibár, der sie daran hindert, Geld zu sammeln, vertreiben sie mit Hilfe von Tieren und anderen Kindern. Die Oper, 1941 in einem jüdischen Kinderheim in Prag uraufgeführt, wurde 55mal im KZ Theresienstadt gespielt, in das der Komponist Hans Krása selbst deportiert worden war. Das Stück gab den Kindern ein Stück Lebensfreude, die Handlung erhielt für sie eine zweite tiefere Bedeutung: Mit Brundibár verjagten sie zugleich Hitler und befreiten sich aus ihrer lebensbedrohlichen Situation. Für die Aufführungen im KZ mussten die Rollen der darstellenden Kinder tragischerweise häufig neu besetzt werden, da viele der Kinder in Vernichtungslager deportiert wurden. Auch Krása wurde in Auschwitz ermordet.
Die Oper wird in zwei Benefizvorstellungen zugunsten des Schul- und Jugendprojekts von Neve Shalom – Wahat Al Salam e.V. im Norden Israels aufgeführt. Die „Friedensschule“, in der sich Juden und Araber begegnen, ist einer 1972 gegründeten Kooperative angegliedert, in der jüdische und palästinensische Bürger Israels miteinander leben. Die "Oase des Friedens" ist 1987 mit der Buber-Rosenzweig-Medaille des Deutschen Koordinierungsrates der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit ausgezeichnet worden.
Mitwirkende: Lehrer, Schülerinnen und Schüler der Edith-Stein-Schule
Eintritt frei, Spende wird erbeten für Neve Shalom – Wahat Al Salam e.V.
Veranstalter: Edith-Stein-Schule und GCJZ (Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Darmstadt)

42. Bibliotheksgespräch: Haymatloz

Dienstag, 16. Oktober 2018, 18.00 Uhr
42. Bibliotheksgespräch in der Alexander-Haas-Bibliothek
Literaturhaus, Kasinostr. 3, 64293 Darmstadt, Osteingang, II. Stock, Seminarraum (bitte klingeln bei: Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit!)
Haymatloz: Die Türkei als Zufluchtsort für verfolgte Wissenschaftler, Künstler und Politiker
„Haymatloz“ stand in großen Lettern in den Pässen der Flüchtlinge, die während des Nationalsozialismus Zuflucht in der Türkei suchten. Etwa 1 000 Wissenschaftler, Künstler und Politiker konnten auf Einladung Atatürks in die Türkei fliehen. Sie hinterließen dort bis heute sichtbare Spuren.
Angelika Rieber stellt einige exemplarische Biographien vor, die sie im Rahmen des Projektes „Jüdisches Leben in Frankfurt“ erarbeitet hat. Dr. Thomas Lange berichtet über in die Türkei emigrierte Darmstädter.
Die Referentin, Vorsitzende der GCJZ Hochtaunus, war als Gymnasiallehrerin und Fortbildnerin tätig.
Leitung: Angelika Rieber, Oberursel, und Dr. Thomas Lange
Eintritt: frei
Veranstalter: GCJZ / Alexander-Haas-Bibliothek, Kasinostr. 3, Darmstadt

Ausstellung: Fegt alle hinweg

Donnerstag, 25. Oktober 2018, 19.00 Uhr (Eröffnungsveranstaltung)
Das Offene Haus. Evangelisches Forum Darmstadt, Rheinstr. 31, 64283 Darmstadt938
„Fegt alle hinweg!“ Ausstellung zum Approbationsentzug jüdischer Ärztinnen und Ärzte 1938/1939
Am 30. September 1938 verloren jüdische Ärztinnen und Ärzte in Deutschland per Gesetz ihre Approbation und erhielten Berufsverbot. Ab 31. Januar 1939 betraf dies auch die jüdischen Zahnärzte, Tierärzte und Apotheker. 1933 gab es in Deutschland etwa 8000 jüdische ÄrztInnen. In Darmstadt waren Anfang der 30ziger Jahre ca. 5 % der Ärzte jüdischer Herkunft. Viele der jüdischen Ärzte konnten noch rechtzeitig fliehen, nicht wenige aber sind ermordet worden. Die Wanderausstellung greift Schicksale auf, die beispielhaft für die Unmenschlichkeit und Grausamkeit der nationalsozialistischen Terrorherrschaft stehen. An jüdische Ärzte aus Darmstadt und Umgebung wird auf eigenen Schautafeln erinnert. - Zur Ausstellung werden Begleitveranstaltungen durchgeführt (s. unten: 7.11. und 29.11.18.)
Referenten: Ursula und Dr. med. Hansjörg Ebell (Idee, Recherche und Konzept der Wanderausstellung)
Musik: Irith Gabriely (Klarinette), Susanne Hardick (Klavier) und Martin Landzettel (Violine)
Eintritt frei, um eine Spende wird gebeten
Dauer der Ausstellung: 25.10. - 30.11.2018; Öffnungszeiten: Mo.-Fr. 9.00 -18.00 Uhr
Veranstalter: Ev. Erwachsenenbildung und Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit

Fortbildung: Hineingenommen ins Gedenken

Dienstag, 6. November 2018, 14.30 - 17.30 Uhr
Erinnerungsort „Liberale Synagoge“, Klinikum, Zugang Bleichstr. 19, 64283 Darmstadt
Hineingenommen ins Gedenken
Zur Vorbereitung auf den Gedenktag „80 Jahre Reichspogromnacht“ am 9.11. bietet die Fortbildungsveranstaltung Gelegenheit, sich darauf (auch im Blick auf den Religionsunterricht) an historischen Orten in Darmstadt vorzubereiten.
Leitung: Dr. Peter Kristen, Religionspädagogisches Institut, Darmstadt
Mitwirkende: SchülerInnen der Lichtenbergschule Darmstadt sowie der Stadtteilschule Arheilgen, die Lehrerinnen Margit Sachse und Uli Volke, Mitglieder des Vorstands der GCJZ, und Inge Nahmany, Vorstandsmitglied der Jüdischen Gemeinde Darmstadt.
Näheres zu der Fortbildungsmaßnahme, die für alle Interessierten offen ist, unter: https://www.rpi-ekkw-ekhn.de/fileadmin/templates/rpi /normal/bilder/orte/darmstadt/ Regionalprogramm_10-Flap_-_DARMSTADT.pdf
Veranstalter: Religionspädagogisches Institut, Heidelberger Str. 44, 64285 Darmstadt
Tel. 06151 – 2 73 66 50 / Anmeldeschluss: 29.10.2018; Nr. 181106; keine Kursgebühr

NS-Euthanasie-Ärzte

Mittwoch, 7. November 2018, 19.00 Uhr
Das Offene Haus. Evangelisches Forum Darmstadt, Rheinstr. 31, 64283 Darmstadt
NS-Euthanasie-Ärzte: Lebenswege und Menschenbilder
In dem Vortrag werden die Lebensläufe von sieben Ärzten vorgestellt, die im Zuge der NS-Euthanasie-Verbrechen in Hadamar, aber auch in anderen Tötungsanstalten 20.000 Patienten ermordeten. Es soll der Frage nachgegangen werden, wie Ärzte, ob jung oder alt, zu Massenmördern werden konnten. Waren sie geborene Sadisten und Verbrecher, wie ärztliche Standesvertreter nach dem Krieg meinten? Oder waren sie fanatische Nationalsozialisten, die Hitler blind folgten? Inzwischen ist klar geworden, dass die Frage unter Berücksichtigung wissenschaftsideologischer Bedingungen sowie Gewalterfahrungen in Krieg und Politik schwieriger zu beantworten ist. Schließlich soll kurz auf leitende Ärzte, Amtsärzte und Anstaltärzte, im Volksstaat „Hessen-Darmstadt" eingegangen werden.
Referent: PD Dr. Georg Lilienthal, Korbach (bis 2014 Leiter der größten Euthanasie-Gedenkstätte Deutschlands in Hadamar)
Freier Eintritt, um eine Spende wird gebeten
Veranstalter: Evangelische Erwachsenenbildung und Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit

"Als in Darmstadt die Synagogen brannten"

Termine im November 2018
Treffpunkt: Erinnerungsort Liberale Synagoge Darmstadt, Klinikum, Zugang Bleichstraße 19-21
„Als in Darmstadt die Synagogen brannten: Auf den Spuren jüdischen Lebens in Darmstadt“
Eine Schülergruppe (SynagogenGuides) lädt ein zu vier Stadtrundgängen zur jüdischen Geschichte Darmstadts.
Von der zerstörten Liberalen Synagoge zur Neuen Synagoge und zum Jüdischen Museum in der Glässingstraße.
Gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des BMFSFJ
Veranstalter Projekt-Initiative „Schüler Gegen Vergessen - Für Demokratie“, Kulturamt Darmstadt, Team Archiv- und Museumspädagogik Darmstadt, Jüdische Gemeinde und GCJZ

Gedenkfeier zur Reichspogromnacht

Donnerstag, 9. November 2018, 11.00 Uhr
Synagoge, Wilhelm-Glässing-Str. 26, Darmstadt
Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht 1938
Veranstalter: Jüdische Gemeinde, Stadt Darmstadt und Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit

Schüler und Studierende zur Reichspogromnacht

Freitag, 16. November 2018, 9.30 Uhr – 13.00 Uhr
Maschinenhaus der TU Darmstadt, Magdalenenstraße 12, 64289 Darmstadt
Gedenkfeier „80 Jahre Reichspogromnacht – Darmstädter Schülerinnen und Schüler erinnern und gedenken“
Im Rahmen der Gedenkveranstaltung werden die Ergebnisse eines interdisziplinären Erinnerungsprojekts präsentiert, an dem u. a. Darmstädter Schulen, das Zentrum für Lehrerbildung der TU und das Studienseminar Gymnasium mitgewirkt haben. Bei der Gedenkfeier werden die Teilnehmer außerdem über einen angemessenen gegenwärtigen und zukünftigen Umgang mit der NS-Vergangenheit nachdenken.
Leitung: Dr. Bertram Noback, TU Darmstadt, Lehrer an Stadtteilschule Arheilgen
Veranstalter: TU Darmstadt, Zentrum für Lehrerbildung TU, Studienseminar für Gymnasien, Team Archiv- und Museumspädagogik Darmstadt, Hessische Landeszentrale für Politische Bildung, Darmstädter Geschichtswerkstatt, Staatsarchiv Hessen, Verein „Gegen Vergessen – für Demokratie (GVFD)“ und GCJZ
Eintritt frei

43. Bibliotheksgespräch: Gabriele Tergit

Dienstag, 20. November 2018, 18.00 Uhr
43. Bibliotheksgespräch in der Alexander-Haas-Bibliothek
Literaturhaus, Kasinostr. 3, 64293 Darmstadt, Osteingang, II. Stock, Seminarraum (bitte klingeln bei: Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit)
Gedächtnis und Ironie. Ein Spiegelbild Berlins in Gabriele Tergits Büchern
Die 1894 als Elise Hirschmann in Berlin geborene Gabriele Tergit, Tochter eines jüdischen Fabrikanten, arbeitete seit 1924 als Journalistin am „Berliner Tageblatt“, für das sie bis zu ihrer Flucht vor den Nazis im März 1933 Feuilletons und vor allem Gerichtsreportagen schrieb. Ihre Flucht führte sie über Prag und Palästina nach London, wo sie bis zu ihrem Tode 1982 lebte. „Als sozialkritische Beobachterin beschrieb sie anhand scheinbar unbedeutender Fälle die Probleme der Epoche, die zunehmende Gewalt auf den Straßen und den wachsenden Einfluß der Nationalsozialisten“, heißt es im Klappentext zu ihren Erinnerungen, die der Schöffling Verlag 2018 unter dem Titel „Etwas Seltenes überhaupt“ herausgab. 2016 legte der Verlag „Käsebier erobert den Kurfürstendamm“ neu auf, einen Roman aus dem Jahr 1931, dem ein sensationeller Erfolg beschieden war.
Leitung: Karlheinz Müller, Elisabeth-Langgässer-Gesellschaft und Gesellschaft zur Pflege und Verbreitung deutschsprachiger jüdischer Dichtung
Eintritt frei
Veranstalter: Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit / Alexander-Haas-Bibliothek

Julius Goldstein - ein Darmstädter Jude

Donnerstag, 29. November 2018, 19.00 Uhr
Das Offene Haus. Evangelisches Forum Darmstadt, Rheinstr. 31, 64283 Darmstadt
Julius Goldstein – ein Darmstädter Jude, Pionier der Antisemitismuskritik
Seit Ende der 1880er Jahre nahm der politische Antisemitismus in Darmstadt, Hessen und ganz Deutschland zu. Antisemitische Parteien zogen sowohl in den Hessischen Landtag als auch in den Reichstag ein. Ihr erklärtes Ziel war es, die rechtliche Gleichstellung der Juden wieder rückgängig zu machen. Widerstand gegen diese antiliberale und menschenverachtende Bewegung regte sich vor allem von jüdischer Seite. Einer ihrer wichtigsten Akteure war der Darmstädter Philosophie-Professor und Publizist Julius Goldstein (1873-1929). Seit der Jahrhundertwende engagierte er sich durch Vorträge, Aufsätze und Buchpublikationen gegen den Antisemitismus. Einen besonderen Schwerpunkt legte er dabei auf die Frage nach dessen Ursachen, u. a. auf die Frage nach dem Aufkeimen eines spezifisch deutschen Nationalismus.
Im Vortrag werden Goldsteins Kritikpunkte am Antisemitismus vorgestellt, sein Wirken und Engagement in die damalige Zeit eingeordnet und seine ganz persönlichen Erfahrungen mit dem Antisemitismus geschildert.
Referentin: Dr. Franziska Krah, Frankfurt
Eintritt frei: um eine Spende wird gebeten
Veranstalter: Evangelische Erwachsenenbildung und GCJZ

Liberalismus und Orthodoxie im Darmstädter Judentum

Montag, 3. Dezember 2018, 19.00 Uhr
Das Offene Haus. Evangelisches Forum Darmstadt, Rheinstr. 31, 64283 Darmstadt
Liberalismus und Orthodoxie im Judentum
Das religiöse Leben der Darmstädter Juden bis zur Zerstörung ihrer Synagogen
Mit Beginn der jüdischen Aufklärungsbewegung tat sich ein Konflikt zwischen den religiösen Strömungen innerhalb des deutschen Judentums auf, die in eine Spaltung zwischen gesetzestreuer Orthodoxie und liberalen Reformern mündete.
Am Beispiel der jüdischen Gemeinschaft in Darmstadt im Zeitraum seit Mitte des 19. Jahrhunderts bis zur Reichspogromnacht kann man den Vorgang einer solchen Trennung in zwei Religionsgemeinden mit unterschiedlichen religiösen Ausrichtungen bis hin zu ihrer späteren Koexistenz in der Nachkriegszeit aufzeigen.
Die Geschichte ihrer Entwicklung verdeutlicht, welche Veränderungen aus innerjüdischer Sicht, aber auch welche politischen und gesellschaftlichen Einflüsse von außen auf ihr Leben einwirkten. Sie stehen exemplarisch für die Gesamtentwicklung des jüdisch-religiösen Gemeindelebens in Deutschland.
Referentin: Stefanie Ebenritter, Griesheim (Architektin und Historikerin)
Eintritt: frei; um eine Spende wird gebeten
Veranstalter: Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit und Ev. Erwachsenenbildung

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