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DAS PROGRAMM im 2. Halbjahr 2020

Die Veranstaltungen im Überblick

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Die Veranstaltungen im Überblick

Heiteres Herbstkonzert mit Irith Gabriely (Klarinette) und Peter Przystaniak (Flügel)
Zeit: Dienstag, 27.Oktober 2020, 19.30 Uhr
Ort: Jüdische Gemeinde Darmstadt, Wilhelm-Glässing-Str. 26

Mit diesem Konzert würdigen und verabschieden wir Godehard Lehwark, der 35 Jahre lang katholischer Vorsitzender unserer Gesellschaft war.
Aufgrund der leider stark reduzierten Platzzahl ist eine Anmeldung unbedingt erforderlich.
Die Reihenfolge des Eingangs Ihrer Anmeldung entscheidet: info (at) christenundjuden-darmstadt (dot) de oder Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, Kasinostr. 3, 64293 Darmstadt

Juden in Eberstadt. Ausgrenzung - Integration - Vernichtung
54. Bibliotheksgespräch der Alexander-Haas-Bibliothek
Zeit: Donnerstag, 5.11.20, 19.00 Uhr
Ort: Das Offene Haus, Rheinstr. 31
Referent: Michael Zimmermann, Autor des gleichnamigen Buches
Der Autor hat sich über viele Jahre mit der Geschichte der Juden und Jüdinnen in Eberstadt beschäftigt und so für die Verlegungen der dortigen „Stolpersteine“ recherchiert. Ein weiteres Ergebnis seiner Forschungen ist dieses Buch, das die Geschichte der Juden in Eberstadt differenziert und faktenreich ausleuchtet, von jahrhundertealten Zeugnissen bis zum Ende der Eberstädter jüdischen Bevölkerung im Dritten Reich.
Dabei steht nicht die Einordnung in den historisch-gesellschaftlichen Kontext im Zentrum, sondern die persönliche Geschichte dieser Menschen, geschildert in 24 Familien- und Einzelporträts. Zimmermann gelingt es so, die Geschichte von Ausgrenzung, Integration und Vernichtung an den einzelnen Schicksalen zu verdeutlichen und die ehemaligen jüdischen Bewohner*innen Eberstadts dem Dunkel des Vergessens zu entreißen.
Eintritt: frei
Veranstalter: Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit / Alexander-Haas-Bibliothek info (at) christenundjuden-darmstadt (dot) de
www.christenundjuden-darmstadt.de

Gedenkstunde zur Reichspogromnacht
Zeit: Montag, 9.11.2020
Ort: 17.00 Uhr, Synagoge, Wilhelm-Glässing-Str. 26
Ansprachen: Daniel Neumann (Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde, Direktor des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden in Hessen), Oberbürgermeister Jochen Partsch und Dr. Ralf Köbler, Präsident des Landgerichts Darmstadt
Veranstalter: Jüdische Gemeinde, Wissenschaftsstadt Darmstadt und Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit
Anmeldung per E-Mail an repraesentationen (at) darmstadt (dot) de

Film: „Resistance“
Zeit: Montag, 9.11.20, 20.15 Uhr
Ort: Rex-Kino, Grafenstraße

Während des Zweiten Weltkriegs und der Besetzung Frankreichs durch das Deutsche Reich engagiert sich der orthodoxe Jude Marcel Marceau (Jesse Eisenberg), der eigentlich Marcel Mangel heißt und später als Pantomime weltbekannt werden soll, unter dem Einfluss seines Cousins Georges Loinger (Géza Röhring) und seines Bruders Simon (Félix Moati) im Widerstand Frankreichs. Marceau nutzt dabei seine Pantomimen-Ausbildung, um Waisenkindern, deren Eltern dem Holocaust zum Opfer fielen, bei der Flucht zu helfen und sie so vor den Rassengesetzen und den Konzentrationslagern der Nazis zu bewahren. Doch dafür muss er gemeinsam mit der Aktivistin Emma (Clémence Poésy) in den Untergrund gehen und in höchster Gefahr leben. Denn der lokale Gestapo-Chef Klaus Barbie (Matthias Schweighöfer) setzt alles daran, die Gruppe zu zerschlagen…
Veranstalter: AlleWeltKino und Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit

Zukunft braucht Zusammenhalt.
Der Beitrag der Religionen zum Zusammenhalt unserer Gesellschaft - Podiumsgespräch
Zeit: Donnerstag, 19.11.20, 19.30 Uhr
Ort: Das Offene Haus, Rheinstr. 31

Religionen spielen eine wichtige Rolle für Menschen. Ihr Verhältnis untereinander, aber auch zur Gesamtgesellschaft ist nicht immer einfach, manchmal voller Konflikte. Das Podiumsgespräch geht mit Vertreter*innen unterschiedlicher Religionen und der Soziologie der Frage nach, welchen Beitrag Religionen zur Überwindung der sich spaltenden und individualisierten Gesellschaft und zur Erhaltung des sozialen Friedens leisten können, und damit zum Zusammenhalt der Gesellschaft. Was heißt da überhaupt Zusammenhalt? Und wie kann der bereits existierende Dialog der Religionen dazu beitragen, wie kann er gesellschaftspolitisch wirksam werden? Oder spielen die Religionen in dieser Frage gar keine Rolle?
Podium: Prof. Dr. Lena Inowlocki, Soziologin, Frankfurt,
Dr. Jehoschua Ahrens, Rabbiner, Darmstadt,
Jürgen Micksch, ev. Pfarrer, Darmstadt,
Rabeya Müller, Liberal-Muslimischer Bund, Münster
Eintritt: frei, um Spenden wird gebeten

„Espenbaum, dein Laub blickt weiß ins Dunkel. Meiner Mutter Haar ward nimmer weiß.“
Erinnerung an Paul Celan anlässlich seines 100. Geburtstags und 50. Todestags.
Zeit: Mi. 25.11.20, 19.00 Uhr
Ort: Literaturhaus, Kasinostr. 3, Vortragssaal

Die Liste der Buchtitel zu dem Erinnerungsjahr für Paul Celan ist lang und zeigt, dass er nach wie vor als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Lyriker des 20. Jahrhunderts gilt. Thomas Sparrs „Todesfuge. Biographie eines Gedichts“ (2020) macht deutlich, wie dieses Gedicht, losgelöst vom Autor, ein Eigenleben entwickelte. Es wurde zum meistzitierten, -diskutierten und -rezipierten lyrischen Kunstwerk des 20. Jahrhunderts in deutscher Sprache. Neben dem lyrischen Werk übersetzte Celan viel, so etwa aus dem Russischen (A. Block, O. Mandelstam, S. Jessenin), Englischen und Französischen. Außerdem führte er umfangreiche intensive Briefwechsel, u. a. mit Ingeborg Bachmann und Nelly Sachs.

Geboren wurde Paul Celan am 23.11.1920 als Paul Antschel in Czernowitz als Sohn deutschsprachiger Juden. Nach einem abgebrochenen Medizinstudium in Tours studierte er Romanistik in Czernowitz. Von 1941-44 war er in verschiedenen Arbeitslagern, seine Eltern wurden von den Nazis ermordet. 1947 emigrierte er nach Wien, ab 1948 lebte er als freier Schriftsteller, Dozent und Übersetzer in Paris. Um den 20. April 1970 suchte er den Tod in der Seine.

Referent: Karlheinz Müller, Griesheim
Lesung: Horst Schäfer, Darmstadt
Eintritt: frei, um Spenden wird gebeten
Veranstalter: Elisabeth-Langgässer-Gesellschaft, Gesellschaft zur Pflege und Verbreitung deutschsprachiger jüdischer Dichtung e.V.; Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e. V. Darmstadt
Anmeldung: Telefon 06155/64271 oder per Mail daundkarlh.mueller (at) freenet (dot) de .

„Hass ist keine Meinung. Für Menschenrechte und Demokratie“
Große Openair-Veranstaltung zum Tag der Menschenrechte, mit kurzen Rede- und Musikbeiträgen
Ort: Georg-Büchner-Platz vor dem Staatstheater:
Zeit: Donnerstag, 10. Dezember 2020 von 18 bis 19 Uhr
Initiator der Veranstaltung ist das zivilgesellschaftliche Bündnis "Hessisches Plädoyer für ein solidarisches Zusammenleben", dem auch unsere Gesellschaft angehört.

Kritische Solidarität mit dem Staat Israel? Ein jüdisch-christliches Gespräch
Zeit: Mittwoch, 16.12.20, 19 Uhr
Ort: Das Offene Haus, Rheinstr. 31
Nach einer langen Geschichte der gegenseitigen Abgrenzung, der Verachtung und des Hasses hat sich nach der Shoa ein neues Verhältnis von Kirche und Judentum entwickelt, das von „Vertrauen und Zuversicht“ geprägt ist. Die vielfältigen Dialoge zwischen christlichen Kirchen und Vertreter*innen des Judentums haben reiche Früchte gezeigt, so dass man sich auf dem Weg zu einer „Partnerschaft zwischen Juden und Christen“ sieht (Erklärung orthodoxer Rabbiner). Auf dieser Basis gilt es auch, Klärungen im Verständnis des Landes und des Staates Israel herbeizuführen, denn im Judentum gehören unabdingbar Volk und Land zusammen. Welche Bedeutung haben das Land und der Staat Israel für Juden, welche für Christen? Gibt es einen Zusammenhang zur biblischen Landverheißung? Hat der Staat Israel theologisch gesprochen aus christlicher Sicht einen besonderen Stellenwert? Ist er als „Zeichen der Treue Gottes zu seinem Volk“ (Rheinische Synode 1980) zu verstehen? Oder ist Israel ein säkularer Staat wie jeder andere, dessen Politik gleichen kritischen Maßstäben unterliegt? Diese und andere Fragen sollen in einem Gespräch zwischen Dr. Jutta Koslowski und Dr. Jehoschua Ahrens erörtert werden. Dr. Jutta Koslowski, ev. Pfarrerin, Mitarbeiterin der Universität Mainz, lebt in Gnadenthal, geb. und aufgewachsen in Darmstadt, Studienabschlüsse in ev., kath. und orthodoxer Theologie, bearbeitet zurzeit das Habilitationsthema „Kirche und Israel – Versuche der Verhältnisbestimmung nach der Shoa“.
Rabbiner Dr. Jehoschua Ahrens, bis Ende 2019 Gemeinderabbiner in Darmstadt, Mitglied der Orthodoxen Rabbinerkonferenz, Director Central Europe des Center for Jewish-Christian Understanding and Co-operation (JCUC), Initiator und Mitautor der Erklärung orthodoxer Rabbiner „Den Willen unseres Vaters im Himmel tun: Hin zu einer Partnerschaft zwischen Juden und Christen“ sowie Delegationsmitglied bei den Gesprächen orthodoxer Rabbiner mit Kardinal Koch und Papst em. Benedikt XVI. im Januar 2019.
Moderation: Godehard Lehwark, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit
Eintritt:frei, um Spenden wird gebeten.
Veranstalter: Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Darmstadt, Evangelische Erwachsenenbildung

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