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Die Veranstaltungen im Frühjahr 2019

Hier finden Sie ausführlich sämtliche geplanten Veranstaltungen unserer Gesellschaft und einige unserer Kooperationspartner für das 1. Halbjahr 2019.

Vortrag und Lesung: Rettet wenigstens die Kinder

Donnerstag, 7. März 2019, 19.00 Uhr
Das Offene Haus, Ev. Forum Darmstadt, Rheinstr. 31
Rettet wenigstens die Kinder
80 Jahre danach: die Kindertransporte von 1938 / 1939
Nach den Novemberpogromen 1938 konnten etwa 20.000 jüdische Kinder aus Deutschland, Österreich und der Tschechoslowakei gerettet werden, indem sie mit so genannten Kindertransporten ins Ausland gebracht wurden. Etwa die Hälfte von ihnen kam nach England.
Referentin: Angelika Rieber, Historikerin und Autorin, Oberursel, Herausgeberin des Ende 2018 erschienen Sammelbandes »Rettet wenigstens die Kinder. Kindertransporte aus Frankfurt am Main – Lebenswege von geretteten Kindern«, berichtet in Vortrag und Lesung über die Kindertransporte und stellt die Lebensgeschichten geretteter Kinder und die Schicksale ihrer Familien vor (mit Fotos).
Auch aus Darmstadt sind jüdische Kinder durch Kindertransporte vor der Ermordung bewahrt worden, so Emmy Sigall, Max Gerhard Neu sowie die drei Söhne des „Rechtskonsulenten“ der Jüdischen Gemeinde Benno Joseph. Ruth Bratu (geb. Theiner) aus Prag ist zusammen mit ihrer Schwester Esther ebenfalls durch einen Kindertransport gerettet worden. An sie und andere werden an dem Abend in Kurzbiographien erinnert.
Veranstalter: GCJZ, Evangelische Erwachsenenbildung

Jahresmitgliederversammlung der GCJZ

Dienstag, 12. März 2019, 19.00 Uhr
Jüdische Gemeinde, Breuer-Saal, Wilhelm-Glässing-Str. 26, 64283 Darmstadt
ImDialog. Evangelischer Arbeitskreis für das christlich-jüdische Gespräch in Hessen und Nassau (EKHN)
Pfarrerin Andrea Thiemann, Bickenbach, Vorsitzende des AK, berichtet über die Kreises.
Anschließend: (öffentliche) Mitgliederversammlung der Gesellschaft Darmstadt e.V. Jeder/jede ist freundlich eingeladen. Einladung und Tagesordnung werden gesondert bekannt gegeben.

Vortrag: Gezähnte Erinnerungen. Deutsch–jüdische Literaturgeschichte auf Briefmarken

Mittwoch, 20. März 2019, 19.00 Uhr
Das Offene Haus, Ev. Forum Darmstadt, Rheinstr. 31
Gezähnte Erinnerungen. Deutsch–jüdische Literaturgeschichte auf Briefmarken
Briefmarken zeigen in besonderer Weise den Umgang eines Landes mit der eigenen Tradition und Kultur. Anhand dieser kleinen Hoheitszeichen lassen sich Brüche, Versäumnisse und Mängel verdeutlichen. Erkennbar wird dies, wenn wir den Blick auf deutschsprachige Autorinnen und Autoren jüdischer Herkunft richten.
Referent: Karlheinz Müller, Griesheim
Veranstalter: Elisabeth-Langgässer-Gesellschaft, Ev. Erwachsenenbildung, GCJZ

Vortrag: Emil Julius Gumbel und der rechte Terror in der Weimarer Republik

Dienstag, 26. März 2019, 19.00 Uhr
Das Offene Haus, Rheinstr. 31, 64283 Darmstadt
Emil Julius Gumbel und der rechte Terror in der Weimarer Republik
Pazifistisch, sozialistisch, jüdisch und intellektuell – bereits eines dieser Attribute reichte in der Weimarer Republik aus, um von der national-völkischen Rechten zum politischen Feind erklärt zu werden. Emil J. Gumbel (1891- 1966), früherer Professor der Mathematik in Heidelberg, vereinte all diese in seiner Person. Schon in der Weimarer Republik galt er als der beste Kenner des rechten Terrors. Er brachte den Mut auf, die Mörder von rechts und ihre Hintermänner beim Namen zu nennen und seine persönliche Existenz aufs Spiel zu setzen.
Referent: Dr. Dietrich Heither, Direktor der Heinrich-Böll-Schule Hattersheim
Veranstalter: Gegen Vergessen Für Demokratie e.V., Regionale Arbeitsgruppe Südhessen, GCJZ

Vortrag: Pessach - das jüdische Fest der Freiheit – eine Einführung

Montag, 1. April 2019, 19.00 Uhr
Jüdische Gemeinde, Wilhelm-Glässing-Str. 26, 64283 Darmstadt
Pessach: das jüdische Fest der Freiheit – eine Einführung in seine Feier und Gebräuche für Juden und Nichtjuden unter Heranziehung der gemeindeeigenen Haggada und der Darmstädter Haggada, einer illuminierten Handschrift aus dem 15. Jh.
Das Pessachfest ist das erste von drei jüdischen Wallfahrtsfesten. Es wird in der Bibel auch als Fest der Mazzot (Singular: Mazza), der ungesäuerten Brote, bezeichnet. Was bedeutet der Name Pessach (Überschreitung)? An welches biblische Ereignis erinnert die Pessachfeier? Wie wird heute Pessach in Familie und Gemeinde gefeiert? Was hat es mit den verschiedenen Speisen auf sich, die in diesen Tagen gegessen oder nicht gegessen werden? Diese und ähnlichen Fragen wird der Rabbiner im Gespräch mit seinen Zuhörerinnen und Zuhörern erörtern.
Referent: Rabbiner Jehoschua Ahrens, seit 2017 in Darmstadt und im Jüdischen Landesverband tätig.
Eintritt: frei
Veranstalter: Jüdische Gemeinde und Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit

45. Bibliotheksgespräch: Die Juden vom Altrhein

Dienstag, 9. April 2019, 18.00 Uhr
Literaturhaus, Kasinostr. 3, Osteingang, II. Stock
45. Bibliotheksgespräch in der Alexander-Haas-Bibliothek
Die Juden vom Altrhein. Biographische Dokumentation von den Anfängen bis zum Holocaust und dem Weiterleben in der Emigration
Das Autorenehepaar Martina und Hans-Dieter Graf, Seeheim-Jugenheim, stellt sein zusammen mit Gabriele Hannah 2018 veröffentlichtes 535 Seiten starkes Buch vor, das ein geschichtliches Mosaik der Landjudenschaft des Altrheingebietes in den rheinhessischen Orten Gimbsheim, Eich und Hamm (nördlich von Worms) bietet, von ihrer ersten Ansiedlung über jüdische Auswanderung im 19. Jahrhundert bis hin zum aufkommenden Antisemitismus im 20. Jahrhundert und der Verfolgung im Nationalsozialismus in den Konzentrations- und Vernichtungslagern. Das Buch geht ferner auf das Leben der jüdischen Familien in der erzwungenen Emigration nach Nordamerika ein und verfolgt die Lebenswege der nachfolgenden Generationen. Die Autoren wurden im Januar in Berlin mit dem German Jewish History Award der Obermayer Foundation ausgezeichnet und erhielten im November 2018 die Luthermedaille des Ev. Dekanats Worms-Wonnegau.
Eintritt: frei
Veranstalter: Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit / Alexander

WIZO-BASAR

Sonntag, 12. Mai 2019, 11.00 – 18.00 Uhr (Einlass: 10.00 Uhr)
Jüdische Gemeinde, Wilhelm-Glässing-Str. 26
Der Große WIZO-Basar

Führung: "Das Neue Testament ist nicht ohne das Alte zu verstehen"

Mittwoch, 15. Mai 2019, 18.00 Uhr
Hessisches Landesmuseum, Friedensplatz 1, 64283 Darmstadt
Das Neue Testament ist nicht ohne das Alte zu verstehen
Die Botschaft der Glasfenster der Wimpfener Ritterstiftskirche im Hessischen Landesmuseum
Führung: Dr. Elisabeth Krimmel, Kunsthistorikerin
Als der jüdische Architekt Alfred Messel (geb. 1853 Darmstadt, gest. 1909 Berlin) 1893/1898 die verschiedenen Innenräume des Großherzoglichen Museums Darmstadt entwarf, erfand er eine gotische Kapelle, in deren stimmungsvollen Chorraum die Glasfenster aus der Ritterstiftskirche St. Peter in Wimpfen eingesetzt wurden. Die zwischen 1270 und 1280 entstandenen Glasfenster hatte Ludewig I. (1753 - 1830) am Anfang des 19. Jahrhunderts aus der hessischen Enklave Wimpfen nach Darmstadt bringen lassen und 1807 dem Museum geschenkt. Fünf farbige Glasfenster zeigen Szenen des Alten und Neuen Testamentes: Ereignisse aus dem Leben Jesu werden Erzählungen der hebräischen Bibel gegenübergestellt. Dieser gläserne Spiegel veranschaulicht ein Programm, das im Mittelalter von Theologen heftig diskutiert und dem gläubigen Volk visuell und beredt nahegebracht wurde. – Das Mitbringen eines Fernglases wird empfohlen.
Anmeldung bis 10.05.19: nur bei GCJZ c./o. Godehard Lehwark, Tel. 06151 – 60 10 100: cg.lehwark (at) t-online (dot) de;
Eintritt: Gruppenpreis 4,00 € (ab 10 Personen) pro Person

Führung: Das Museum der Jüdischen Gemeinde Darmstadt

Dienstag, 21. Mai 2019, 18.00 Uhr
Jüdische Gemeinde, Wilhelm-Glässing-Str. 26
Besichtigung von Synagoge und Museum der Jüdischen Gemeinde
Führung: Inge Nahmany, Jüdische Gemeinde
Die 1988 eingeweihte Synagoge und das 2013 neugestaltete Museum stehen im Mittelpunkt der Führung. Das kleine Museum gibt einen Überblick über fast 600 Jahre jüdische Geschichte in Darmstadt. Sein Schwerpunkt liegt auf dem jüdischen Leben im 19. und 20. Jahrhundert. Viele Exponate stammen von Bürgern, die rechtzeitig aus Darmstadt fliehen konnten und ihre Erinnerungsstücke der Gemeinde geschenkt haben.
Anmeldung bis 17.05.19 bei Godehard Lehwark (Tel. 06151–60 10 100; Mail: cg.lehwark (at) t-online (dot) de)
Eintritt: frei, um eine Spende wird gebeten
Veranstalter: Jüdische Gemeinde und Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit

Literarischer Spaziergang: Blanches Atelier stand in Darmstadt

Sonntag, 26. Mai 2019, 11.15 Uhr (Dauer: ca. 2 Stunden)
Treffpunkt Wolfskehlscher Garten, Eingang Karlstraße
(Straßenbahnhaltestelle Goethestraße, Linie 3)
Blanches Atelier stand in Darmstadt. Literarischer Spaziergang
Paul Kornfelds (1889 – 1942) postum erschienener Roman „Blanche oder Das Atelier im Garten“ (1957) hat seinen Ursprung in Darmstadt, wo Kornfeld 1927/1928 Dramaturg am Landestheater war; mit dem Atelier ist das Teehäuschen im Wolfskehlschen Garten gemeint. - Während des Spaziergangs, der bis zur Viktoriaschule führt, geht Karlheinz Müller den Lebensspuren Paul Kornfelds, Karl Wolfskehls, Elisabeth Langgässers und ihrer Tochter Cordelia Edvardson, Ilse Langners u. a. nach.
Führung: Karlheinz Müller, Griesheim, Vorsitzender der Elisabeth-Langgässer-Gesellschaft
Eine Veranstaltung im Rahmen des „Tags für die Literatur 2019“ von „Literaturland Hessen“
Veranstalter: Elisabeth-Langgässer-Gesellschaft und Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit

Vortrag und Buchvorstellung: Jüdische Lebensgeschichten aus Griesheim 1658-1940

Dienstag, 4. Juni 2019, 18.00 Uhr
Literaturhaus, Kasinostr. 3, Osteingang, II. Stock
46. Bibliothekgespräch in der Alexander-Haas-Bibliothek
Jüdische Lebensgeschichten aus Griesheim 1658-1940
In Griesheim ließen sich die ersten jüdischen Familien nach dem 30-jährigen Krieg nieder. 1933 lebten noch 85 Juden hier. Die Quellen zeigen, dass sich auch die Griesheimer in den Bann des Antisemitismus ziehen ließen. Mobbing, Boykott und wirtschaftlicher Ruin, Gewalt, Willkür, Verhaftung und Verfolgung, Berufsverbot, Vertreibung, Einweisung, Vernichtung mussten die Juden erfahren. Sie flohen in die Großstädte oder ins Ausland. Einige Familien wurden ausgelöscht, einige haben den Holocaust überlebt. Ihre Biographien führen Einzelschicksale vor Augen. Vom Erlass des Tragens eines Davidsterns auf der Kleidung ab 1. September 1941 war in Griesheim niemand mehr betroffen.
Die erste Namensnennung eines Juden in Griesheim findet sich in einem Rechnungsbuch. In so genannten „Judenmatrikeln“ werden die Geburten, Heiraten und Sterbefälle der Juden dokumentiert. Mit Abbildungen der originalen Archivalien aus Griesheim wird in dem Buch die Geschichte der Griesheimer Juden illustriert.
Die Autorin Heike Jakowski M.A. stellt das Buch vor und führt damit in das Gespräch ein.
Veranstalter: GCJZ / Alexander-Haas-Bibliothek

Oratorium: Der Himmel über Sodom



Mittwoch, 19. Juni 2019, 19.30 Uhr
Ev. Pauluskirche, Niebergallweg 20
Der Himmel über Sodom
Oratorium
Das Oratorium (Musik: Wolfgang Kleber, Text: Eric Giebel) behandelt die Frage nach Gerechtigkeit an einem Ort der Dekadenz und Ungläubigkeit und untersucht anhand der Geschichte von Sodom, ob ein Einzelner in einer das Gastrecht ablehnenden Masse moralisch handeln kann. Das 90-minütige dramatische Werk ist besetzt mit sieben Gesangssolisten, Chor, einem kleinen Instrumentalensemble und Orgel.
Das Werk - 2017 in der Darmstädter Pauluskirche uraufgeführt - wird 2019 zweimal wiederholt – einmal in der Pauluskirche und anschließend beim Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dortmund.
Musik: Pauluschor und Solist*innen
Eintritt: 8-30 Euro; VVK unter www.paulusmusik.de
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